Die Entstehung des Forum Mentoring e.V.

Seit Ende der 1990er Jahre entstanden im Rahmen der Gleichstellungsarbeit bundesweit Mentoring-Programme an Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor dem Hintergrund, der Unterrepräsentanz von Frauen in bestimmten Fächern und in der weiteren wissenschaftlichen Laufbahn entgegenzuwirken.

Im Jahr 2001 fanden erste Treffen zwischen Koordinatorinnen von Mentoring-Programmen aus der Wissenschaft statt. Ein Netzwerk von Mentoring-Expertinnen bildete sich, das sich 2006 mit der Gründung des Vereins „Forum Mentoring e.V.“ etablierte. 2010 richtete der Verband mit Unterstützung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und THINK ING., der Initiative zur Nachwuchsförderung des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, den ersten bundesweiten Mentoring-Kongress aus und stellte die Mentoring-Qualitätsstandards einer breiten Öffentlichkeit vor.

Inhalt der gegenwärtigen Vereinstätigkeiten sind die Veränderungen im Bereich Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit den daraus resultierenden Implikationen für Mentoring-Programme in der Wissenschaft.

 

Im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums des Forum Mentoring e.V. im Mai 2016 wurden drei der Gründerinnen zum Thema „Rückblick und Perspektiven für Mentoring in der Wissenschaft” interviewt. Das Interview hören Sie hier.

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Dr. Christine Kurmeyer
Die promovierte Sozialpsychologin arbeitet seit vielen Jahren im Hochschulmanagement zum Thema Gleichstellung. Ihre aktuelle Position ist die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Sie war von 2006 bis 2011 erste Vorsitzende des Forum Mentoring e.V. 


Ich war und bin immer noch  leidenschaftlich überzeugt davon, dass Mentoring ein exzellentes Instrument ist, um Nachwuchs-wissenschaftlerinnen in den männlich geprägten Wissenschaftsbetrieb einzubringen."

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Helga Rudack, Dipl.-Päd.
Die studierte Erziehungswissenschaftlerin koordiniert seit 2002 die Mentoring-Programme an der Ruhr-Universität Bochum. Ihre Aufgabeschwerpunkte sind akademische Personalentwicklung, Karriereentwicklung und Karriereberatung im wissenschaftlichen Kontext. Von 2006 bis 2011 war sie Vorstandsmitglied im Forum Mentoring e.V.

Ich halte es für wichtig, dass Mentoring eine Daueraufgabe der Uni wird. […] Heute ist Mentoring so etabliert dass alle sagen – Mentoring ist ein wichtiges Instrument in der Karriereentwicklung"

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Linda Steger, Dipl.-Päd.
Die studierte Erziehungswissenschaftlerin baute 1997/98 mit dem hessischen MentorinnenNetzwerk bundesweit das erste Mentoring-Programm für Studentinnen und Doktorandinnen auf. Sie war Mitgründerin des Forum Mentoring e.V., in dem sie mit Vereinsgründung ab 2006 bis 2011 zweite Vorsitzende war.

Es ging uns immer allen auch um die Qualität der Mentoring-Programme […] und es ging uns immer wieder darum - haben die Mentees und Mentorinnen einen Nutzen davon?“

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Das Interview führte Anne Romahn vom Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung, Hochschulevaluierungsverbund Süd-West, Johannes Gutenberg-Universität Mainz.